Vereinsreise 2024

Der Würenlinger Kirchenchor zu Besuch im Zugerland

Ganz der Tradition folgend lud der erfahrene Reiseleiter Aldo Crameri am Samstag den 14. September die Mitglieder des Kirchenchor Würenlingen zur jährlichen Vereinsreise ein. Und sie kamen an diesem Morgen pünktlich und in Scharen. Gut gelaunt begrüsste man sich und schielte ein wenig skeptisch nach oben zum ziemlich grau bedeckten Himmel. Glücklicherweise, es sei vorneweg gesagt, hielt sich das schlechte Wetter vornehm zurück und liess der Sonne auch ab und an einen Platz. Bald hiess Aldo die Reisegruppe im von Urs Wieland gesteuerten Suter-Car Platz nehmen und entlang der Limmat ging es auf die Autobahn. Bereits im Reppischtal bei Birmensdorf wurde die Autobahn wieder verlassen. Nun ging es neben der immer kleiner werdenden Reppisch entlang hoch bis zum schönen Türlersee.

Ab da ging es dann wieder bergab und alsbald wurde Baar im Kanton Zug erreicht. Weiter ging es der Lorze entlang bis zum gemütlichen Restaurant Höllgrotten, wo geschwind für uns alle ein Kaffee mit Gipfeli serviert wurde.

Steter Tropfen schuf den Stein

Da die Wirtschaft nicht weit vom ersten Reiseziel entfernt war ging es nun zu Fuss zu den Höllgrotten. Diese Grotten sind vor etwa 8000 Jahren entstanden, somit also im Vergleich zu anderen Grotten, die über Millionen von Jahren entstehen, sehr jung.

Dennoch konnte die Reisegesellschaft auf relativ einfach zu begehenden Wegen, eine eindrückliche, vielfältige und reichhaltige Formen- und Farbenvielfalt bestaunen. Möglich wurde dies durch das sehr weiche Tuffgestein und das sehr kalkhaltige Wasser. Der Kalk setzte sich schnell beim Herabtropfen ab und bildete an den Höhlendecken Stalaktiten und am Boden Stalagmiten.

Unter dem Wasserspiegel in den Höhlen lagerte sich der Kalk traubenförmig ab, etwas das der staunende Besucher nur an diesem Ort finden kann.

Als weitere Besonderheit ist zu vermerken, dass die Destillerie Etter in einer Höhlenkammer Fässer mit ihrem Whisky lagern darf. Dank dem sehr feuchten Klima dort soll der Single Malt besonders gut reifen, Prost!

Mittagessen auf dem Zugersee

Nachdem alle wieder in das Tageslicht blinzelten bat der Carchauffeur zum Einsteigen. Nach kurzer Fahrt wurde der See bei Zug erreicht. Alsbald landete die MS Zug an der Anlegestelle und schon drängte eine grosse Zahl von Fahrgästen an Bord.

Im grossen Saal auf dem Hauptdeck durften unsere Reisegruppe an reservierten Tischen Platz nehmen und schon bald fragte das aufmerksame Bedienpersonal nach den Getränkewünschen. Unterdessen wurden die Leinen gelöst und die MS Zug stampfte mit gleichmässigem Brummen über den Zugersee. Während an den grossen Fenstern grüne Matten, hübsche Dörfer, kleine Burgen, Kapellen und die eleganten Villen der Oberschicht vorbeizogen, labte sich die Reisegesellschaft an einem sehr feinen Zmittag, das in drei Gängen serviert wurde.

Dabei darf vermerkt werden, dass die Speisen nicht etwa von ausserhalb angeliefert und aufgewärmt werden, sondern in der eigenen Bordküche vom motivierten Personal hergestellt werden. Derart gut gestärkt konnten somit die Teilnehmenden den Rest des Tages in Angriff nehmen.

Besuch der Altstadt von Zug

Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Viele spazierten am See entlang, betrachteten die Vögel in ihren Volieren und erkundeten die malerische Altstadt.

Andere entdeckten bei der Zuger Burg den mittelalterlichen Markt, der gerade an diesem Wochenende stattfand. Neben vielen Verkaufsständen, an denen Speisen und Getränke, sowie Nützliches und natürlich allerlei Tand feilgeboten wurden, buhlten Gaukler und Musiker um die Aufmerksamkeit der Besucher und im Heerlager bereiteten sich die Knappen und Ritter auf das Turnier vor. Leider verging die Zeit im Fluge und die Reise ging weiter.

Tolle Aussicht auf der Alpwirtschaft Horben

Über kleinere Strassen führte die Reise an die Nähe des Balderggersees wo dann der Reisebus den Lindenberg erklomm. Halt machte er vor der Alpwirtschaft Horben und der Reiseleiter Aldo bat wieder zu Tisch. Im wohl temperierten Wintergarten wurde Platz genommen und ein grosszügiger Imbiss wurde serviert.

Dabei wurde durch die Fenster das grossartige Panorama bewundert. Unten im Tal schimmerte in blau der Zugersee und dahinter blitzten die Schneefelder der Innerschweizer sowie der Berner Alpen in der späten Abendsonne.

Noch bevor es dunkel wurde musste der letzte Abschnitt des Ausflugs unter die Räder genommen werden. Präsident Hermann Koch dankte dem Organisator Aldo für die tolle Reise unter dem Applaus der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.